Fliegen in Corona-Zeiten – Was gibt es zu beachten?

Die Pläne vieler von euch wurden durch Corona ziemlich durcheinander gewirbelt. Wer eigentlich für 2020 einen längeren Auslandsaufenthalt geplant hatte, muss nun seine Pläne verschieben. Speziell Reisen außerhalb der EU sind schwierig umzusetzen, da oft noch völlige Unklarheit herrscht wann einzelne Einreisebeschränkungen von Ländern aufgehoben werden und mit welchen Airlines man dann auch wieder sicher und zuverlässig ans Ziel reisen kann.

Um euch bei euren Planungen zu unterstützen wollen wir euch hier so gut es geht über den aktuellen Stand eurer Flüge und euren Reisemöglichkeiten informieren. Alle Angaben sind ohne Gewähr und können sich jederzeit ändern.

Wie sind die aktuellen Einreisebestimmungen für dein Zielland?

Unsere Airlines – Infos zum aktuellen Flugbetrieb

Emirates

Die Airline mit Sitz in Dubai hat angekündigt vom 21. Mai bis zum 30. Juni, wieder Passagierflüge in begrenzter Anzahl durchzuführen. Unter Anderem werden dabei die Ziele Frankfurt, Melbourne und Sydney angesteuert. Es ist aber aktuell noch unklar, ob man wieder von Australien über Dubai nach Frankfurt fliegen kann, da Emirates noch keine Informationen zum Umgang mit Transitpassagieren veröffentlicht hat.

Weitere Infos findest du auf der Website von Emirates 

Etihad Airways

Etihad ist wie Emirates durch die Entscheidung der Vereinigten Arabischen Emirate gezwungen worden, seinen Flugverkehr vorübergehend komplett einzustellen. Auch hier ist derzeit nicht abzusehen, wann Flüge wieder regulär stattfinden werden. Eine zeitnahe Umbuchung von Rückflügen aus Australien und Neuseeland ist daher aktuell nicht möglich und auch nicht empfehlenswert, da wir nicht absehen können, wie Etihad weiterhin mit der Situation umgehen wird. Seit dem 15. Mai führt Etihad wieder wöchentliche Flüge von Melbourne nach London über Abu Dhabi durch. Der wöchentliche Flugbetrieb ab Melbourne beginnt am 15. Mai und ab London am 21. Mai. Dies ist aktuell die einzige Verbindung auf der ein Transit in Abu Dhabi erlaubt ist.

Weitere Infos gibt’s auf der Website von Etihad Airways

Cathay Pacific

Seit dem 1. Juni ist der Transit am Flughafen Hong Kong wieder erlaubt. Dies macht es wieder möglich mit der Airline zu fliegen und Flüge umzubuchen. Nach aktuellen Infos wird in Ozeanien nur Sydney und in Europa nur London angeflogen. Wir informieren sobald wieder Flüge nach Frankfurt aufgenommen werden.

Weitere Infos findest du auf der Webseite von Cathay Pacific

Singapore Airlines

Nachdem die Airline seinen Betrieb weitgehend eingestellt hatte und ein Transit am Flughafen von Singapur nicht mehr möglich war, zeichnet sich nun eine Wende ab. Seit dem 2. Juni soll ein Transit am Flughafen Changi wieder erlaubt sein. An Bord von Singapore Airlines Flügen herrscht Maskenpflicht. Bis Ende Juni werden u.A. Sydney und Frankfurt angeflogen, so dass hier eine Umsteigeverbindung über Singapur ab 2. Juni wieder möglich sein sollte.

Weitere Infos gibt es auf der Website von Singapore Airlines

Lufthansa

Auch die Lufthansa hat ihren Flugplan enorm ausgedünnt. Derzeit hält die Airline einige wenige Flugverbindungen im Rahmen eines Sonderflugplans innerhalb Europas, sowie von/nach Amerika, Asien & Afrika aufrecht. Durch Codeshare-Abkommen mit United Airlines und Air Canada sind Umbuchungen für Flüge aus ganz Nordamerika möglich. Bis Ende Juni werden folgende Destinationen in Nordamerika direkt durch die Lufthansa bedient: Mexiko Stadt, Los Angeles, Chicago, New York und Toronto.

Weitere Informationen findest du auf der Webseite von Lufthansa

Qatar Airways

Zwar hat sich mittlerweile auch bei Qatar Airways der Flugplan ausgedünnt, dennoch bleibt die Airline aus Doha zuverlässig und bietet die meisten Optionen zwischen Ozeanien und Deutschland. Aktuell fliegt die Airline in Australien nach Brisbane, Sydney, Melbourne und Perth. In Deutschland werden Frankfurt und München angeflogen.

Flüge nach Auckland in Neuseeland sind bis zum 24. Oktober ausgesetzt. Der Flugbetrieb soll dann am 25. Oktober wieder aufgenommen werden.

Zusätzliche Infos zum aktuellen Streckennetz erhältst du direkt bei Qatar Airways

Informationen zu Stornierungen und Rückerstattungen

Um erstmal möglichst liquide zu bleiben, sind viele Airlines zunächst den Weg über Gutscheine und Gutschriften gegangen. Aktuell ist der Stand der Dinge leider der, dass die meisten Airlines ihre Rückzahlungen vorerst komplett aussetzen und eine Bearbeitungszeit von 6-12 Monaten kommunizieren.

Das ist insofern verständlich, als dass die Airlines natürlich in erster Linie daran interessiert sein sollten, das eigene Unternehmen über diese Krise hinaus am Markt bestehen zu lassen, ohne vorher Insolvenz anmelden zu müssen. Denn, wenn eine Airline dann wirklich insolvent gegangen ist, dann wird das die Möglichkeiten für Rückerstattungen nicht gerade verbessern. Wovon wir jetzt erstmal nicht ausgehen. Trotzdem hilft es vielleicht zu verstehen, warum es heute und auch in nächster Zeit erstmal schwierig sein wird, an Rückzahlungen zu kommen. Auch, wenn euch eine solche theoretisch zustünde.

Wir unterscheiden grundsätzlich zwischen 3 Fällen:

Fall Nr.1: Dein Rückflug wurde von der Airline storniert

Für den Fall, dass die Airline deinen Rückflug aufgrund von Flugstopps o.ä. storniert hat, hast du natürlich erstmal die Möglichkeit, deinen Rückflug auf ein späteres Datum zu legen, an dem die Airline im Idealfall wieder fliegen wird. Ggf. fallen hier tarifliche Differenzen an, je nach Airline und Buchungsklasse. Wenn es dir also vorerst gut geht dort, wo du gerade bist, und du die nächsten Wochen bzw. Monate auch finanziell überbrücken kannst, dann ist die Verschiebung deines Rückflugs nach hinten auf jeden Fall eine Option, die du dir überlegen solltest. Nachdem es bergab gegangen ist, wird es ja bekanntlich irgendwann auch wieder bergauf gehen..

Wenn du aber jetzt sagst, du möchtest gerne schnellstmöglich zurück nach Hause fliegen und bist bereit, dafür an der Rückholaktion teilzunehmen oder dir ein separates Flugticket auf eigene Kosten zu organisieren, dann ist das natürlich dein gutes Recht. Denn die Airline, bei der du einen Rückflug fest gebucht hattest, hat diesen ja gestrichen und kann in dem Moment auch keine annehmbare Alternative bieten. In dem Fall solltest du deinen von der Airline gecancelten Rückflug endgültig stornieren und bei der Airline zur Rückerstattung einreichen. Allerdings: Wann es wie viel Geld von der Airline zurückerstattet gibt und ob überhaupt, können wir an dieser Stelle noch nicht sagen. Wir müssen abwarten bis entschieden wird, welche Ansprüche den Fluggästen unter diesen außergewöhnlichen Umständen zustehen.

Ganz wichtig: Um die Stornierungen und Rückerstattungen kümmert sich ausschließlich unser Partner-Reisebüro Aeroplan. Bitte schreibe in dem Fall eine E-Mail mit dem schriftlichen Stornierungsauftrag und Beantragung zur Einreichung auf Rückerstattung bei der Airline direkt an Aeroplan: kundenbetreuung@aeroplan.de. Wir können diese Anfragen leider nicht entgegennehmen und bitten dich deswegen dringend, dich direkt bei den Kollegen zu melden.

Fall Nr.2: Dein eigentlicher Rückflug ist erst in ein paar Wochen oder Monaten

Jetzt zwingen dich die Umstände aber doch dazu, kurzfristig zurück nach Deutschland zu fliegen. Dein Rückflug liegt jedoch noch so weit in der Zukunft, dass er aktuell noch von der Airline bestätigt ist und planmäßig stattfinden soll.

Wenn dieser Fall auf dich zutrifft, dann sieht die Lage schon wieder ganz anders aus. So besteht in jedem Fall die Möglichkeit, dass die Flüge zum Zeitpunkt deines Rückflugs wieder normal durchgeführt werden und du deswegen auch keinen grundsätzlichen Anspruch auf Rückerstattung hast. Dein Flug soll ja planmäßig stattfinden. Dass du jetzt früher nach Hause musst (oder willst), hat ja nicht die Airline verschuldet.

Wenn eine kurzfristige Umbuchung von deiner Airline nicht angeboten wird, oder dir schlichtweg einfach zu teuer ist, dann bleibt natürlich immer noch die Option übrig, sich ein separates Flugticket auf eigene Kosten zu organisieren. Wie oben bereits erwähnt, hast du in dem Fall höchstwahrscheinlich keinen Anspruch auf Rückerstattung.

Unser Tipp: Wenn es wahrscheinlich ist, dass der Rückflug von der Airline noch gestrichen wird, dann macht es ggf. Sinn, darauf zu warten, bevor du den Flug endgültig über Aeroplan stornierst. Wenn der Flug von der Airline gestrichen wird, hast du nämlich eine höhere Chance, für den Ausfall nachträglich entschädigt zu werden, in welcher Form auch immer.

Oder, vielleicht kannst du dir ja auch vorstellen, zu einem späteren Zeitpunkt einen separaten Hinflug zu buchen, wenn die Lage sich wieder entspannt hat, und möchtest dir deswegen offenhalten, den bestehenden Rückflug später wahrzunehmen. Auch das ist natürlich möglich. Was letztlich für dich die beste Alternative ist, musst du selbst entscheiden.

Fall Nr.3: Du bist noch in Deutschland und dein Hinflug steht demnächst bevor?

Du bist noch in Deutschland. Dein Flug steht noch bevor und du machst dir jetzt Gedanken, ob die Reise aufgrund der aktuellen Corona-Situation überhaupt noch Sinn macht. Im Grunde kann man auch hier zwischen den zwei oben genannten Optionen unterscheiden:

Entweder, dein Hinflug wurde schon von der Airline gestrichen. Dann kannst du zum einen versuchen, deinen Hinflug auf ein späteres Datum zu legen in der Hoffnung, dass die Reise -zwar verspätet- aber ansonsten nach Plan stattfinden kann. Oder du stornierst deinen gesamten Flug in dem Wissen, dass du im schlimmsten Fall auf den 400,- Euro Stornierungsgebühren sitzenbleibst, die seitens der Airline generell für eine Stornierung in Rechnung gestellt werden. Im besten Fall erstattet dir die Airline das gesamte Geld zurück und du bekommst es abzüglich einer Bearbeitungsgebühr von 30,- Euro zurück auf dein Konto überwiesen. Aber wie oben schon erwähnt: Das kann dauern!

Oder deine Flüge sollen alle planmäßig stattfinden und sind noch bestätigt. Aufgrund der Situation möchtest du aber lieber deine Pläne ändern und von der Reise zurücktreten. In dem Fall müsstest du den Flug leider zu den regulären Stornierungsgebühren von 400,- Euro bei Aeroplan stornieren. Und auch hier der Hinweis: Das kann dauern! Und: Die Stornierungen laufen alle über die Kollegen von Aeroplan. Bitte sende dann einen schriftlichen Stornierungsauftrag an die Kollegen von Aeroplan mit Bitte um Rückerstattung des Flugpreises abzüglich der 400,- Euro Gebühren: kundenbetreuung@aeroplan.de

Noch ein wichtiger Hinweis: Bitte habe Verständnis dafür, dass wir aufgrund der aktuellen Situation nicht in der Lage sind, uns bei jedem, den Flugstreichungen oder Einschränkungen betreffen, direkt zu melden. Wir müssen hier auf deine Eigeninitiative zählen und dich darum bitten, deinen Flugstatus bitte regelmäßig zu prüfen und auch dein E-Mail-Postfach im Auge zu behalten für den Fall, dass die Airline direkt mit dir in Verbindung tritt.

Du kannst deinen aktuellen Flugstatus jederzeit einsehen, indem du dich z.B. auf der Internetseite der Airline in deine Buchung einloggst. I.d.R. findest du den Login in dem Bereich „Buchung verwalten“. Dein Buchungscode steht auf deinem E-Ticket. Für den Login benötigst du den (i.d.R. 6-stelligen) Buchungscode der Airline und deinen Nachnamen.

Da das ganze Thema höchst komplex ist und die Rechtslage nicht ganz sicher, haben wir für dich noch Links zu weiteren Fachartikeln zum Thema Rückerstattung rausgesucht:

– Infos zu Fluggastrechten in der Corona-Krise bei Reisetopia

– Infos zu Verbraucherrechten bei Stornierungen und Ausfällen im Spiegel

Du hast noch Fragen, die bis hier hin nicht geklärt werden konnten?

Wenn du noch Fragen hast, die im obigen Text nicht geklärt werden konnten, dann schreib uns eine Nachricht über unser Kontaktformular. Auf Anfragen über das Kontaktformular können wir innerhalb von 72 Stunden antworten (natürlich nur innerhalb der Geschäftszeiten).

Von absoluten Notfällen abgesehen, möchten wir dich bitten von Anrufen abzusehen, da uns diese dringend benötigte Zeit nehmen, die Kunden umzubuchen, die noch umgebucht werden können und unseren Rückstau an Mails abzuarbeiten.

Vielen Dank und bleibt gesund!

Euer Team von Open-Return-Ticket.de

Unser Kontaktformular zur Umbuchung